Tetanus (Wundstarrkrampf)

Krankheitsbild

Wundstarrkrampf (Tetanus) ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Die Sporen des Erregers können über verschmutzte Wunden in den Körper gelangen. Im Körper wird ein Nervengift gebildet, welches über die Blutbahn im Körper weiter verteilt wird.
Zu Beginn kommt es zu Beschwerden wie Mattigkeit, Kopfschmerzen und Schweißausbrüchen. Danach treten Krämpfe der Gesichts- und Kiefermuskulatur auf. Der Mund kann nicht mehr geöffnet werden. Die Muskelstarre erfasst Nacken-, Rücken- und Bauchmuskulatur. Äußere Reize wie Geräusche, Berührung oder Licht können weitere schmerzhafte Krämpfe auslösen. Kommt es zu einem Ausfall der Atemmuskulatur ist eine künstliche Beatmung notwendig.

Ansteckung

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit)

Die Inkubationszeit ist zeitlich uneinheitlich und umfasst einen Zeitraum zwischen 3 und 30 Tagen.

Vorsichtsmaßnahmen

Nach Verletzungen wie Schürfwunden oder eingedrungenen Splittern sollte man immer einen Arzt aufsuchen. Eine sorgfältige Säuberung der Wunde ist wichtig; dabei sollte der Impfschutz überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt werden. Einen sicheren Schutz gewährleistet nur die Impfung.

Impfung

Nach der Grundimmunisierung meist schon im Kindesalter wird vor der Einschulung erneut aufgefrischt und dann noch einmal zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr. Danach ist eine Auffrischung alle zehn Jahre notwendig. Im Verletzungsfall schon nach Ablauf von fünf Jahren.
Ungeimpfte Erwachsene bekommen zwei Impfungen im Abstand von 4-6 Wochen, eine weitere nach 6-12 Monaten. Danach ebenfalls alle 10 Jahre eine Auffrischung.

Zuletzt aktualisiert: 25.1.18 06:02